Gedanken zum Netzwerken

„Networking“ ist ja so modern!

Ein kleiner Ausflug in die Geschichte

Netzwerken ist keine Erfindung unserer Zeit. Schon die alten Griechen und Römer haben es getan. Bei den Päpsten war es gang und gäbe. In die wichtigsten Ämter wurden nur Familienmitglieder oder beste Freunde der Familie gesetzt. Dieser Nepotismus konnte auch bei den Kennedys in der US-Regierung beobachtet werden. Vom Mittelalter und bis in unsere Zeit hinein wurde nicht nur in den großen Herrscherfamilien nach Strategie und Beziehung geheiratet. Zünfte, Gilden, die Hanse waren große Netzwerke, die die Wirtschaft und die Gesellschaft jahrhundertelang prägten. Später kamen die Studentenverbindungen, Vereine und Parteien dazu;  nicht zu vergessen im dörflichen Leben: der Stammtisch. Große Netzwerker waren die „Reisenden“  wie Vertreter, Handwerker, Hochzeitslader. Sie haben die oft abgelegenen Dörfer mit einander vernetzt.

 

Nein, ich bin doch kein Netzwerker!

Wirklich? Sie werden erstaunt sein!

Sie sind kein Netzwerker? Da bin ich aber anderer Meinung! Die kleinste Netzwerkgröße ist Ihre Ursprungsfamilie, Ihre Eltern, Ihre Geschwister und engsten Verwandten. Dann Ihre „Jetzt“-Familie, mit den Verwandten Ihres Partners/Ihrer Partnerin. Ihre ersten Freunde aus Kindergarten und Schule zählen ebenso dazu wie Ihre Kollegen aus Ausbildung und Beruf.  Auch in der Freizeit „weben“ Sie Netzwerke, egal ob beim Sport, bei einem sozialen oder  kirchlichen Engagement. Und auch Ihr Umfeld wie ihr Lieblingsbäcker oder  Metzger gehört dazu.

… und das kann man noch viel weiter spinnen. Sie haben schon ein Netzwerk – sind Sie sich dessen bewusst? Nutzen Sie es schon?

Netzwerken ist nicht gleich Akquise!

Haben Sie es auch schon an sich bemerkt? Wenn jemand auf Sie zukommt – egal ob persönlich oder am Telefon – und sie sofort merken, dass er etwas von Ihnen will. Das ist unangenehm, oder? Möchten Sie so in Erinnerung bleiben? Nein, sicher nicht! Deshalb verabschieden Sie sich am besten sofort von dem Mythos: „Netzwerken = Akquise“!

Netzwerken ist harte Arbeit, dauert lange, braucht ständige Pflege, ist ein zartes Pflänzchen, das  man hegen und pflegen muss, bis es ein großer Baum geworden ist und reiche Früchte trägt, die Sie dann ernten können oder – besser noch, die idealerweise in Ihren Schoß fallen!

 

Was ist „Netzwerken“ dann? Warum sollte ich „Netzwerken“?

Warum sollte ich „Netzwerken“?

Fragen Sie sich selbst: Wenn Sie etwas suchen, etwas wissen wollen oder einen Handwerker brauchen – was machen Sie dann? Sie fragen jemanden, dem Sie vertrauen, oder Sie suchen im Internet. Google & Internet haben mittlerweile fast dieselben Vertrauensboni wie die beste Freundin.

! Was muss ich also machen, damit ICH die erste Wahl der positiven Empfehlung bin?

Gemeinsam ist man stärker! Oder: Es gibt so viele Menschen, die gerne helfen würden – wenn man Sie nur fragt!

Was wollen Sie eigentlich? Was brauchen Sie? Können Sie Ihr Bedürfnis in zwei bis drei Sätzen formulieren? Machen Sie sich erst einmal Gedanken  und fragen Sie sich: Wer könnte mir dabei helfen? Gibt es in meinen schon bestehenden Netzwerken Menschen, die mich unterstützen können?

Malen Sie es sich auf. Sie werden überrascht sein, wie viele Menschen mit Unterstützungspotential Sie kennen.

 

Reputationsmanagement

Wie bringe ich andere Menschen dazu, positiv über mich zu reden und mich zu empfehlen?

Hier ist Qualität immer besser als Quantität. Fokussierung auf die Kernkompetenzen ist wichtig. Fragen Sie sich selbst: Wann wird mein Name genannt? Wann werde ich weiter empfohlen? Beginnen Sie damit  im privaten Bereich! Sind sie diejenige, die immer den Salat zur Feier mitbringen muss? Werden Sie immer gebeten, die Kinder anderer Leute mit zu nehmen? Was ist positiv für Sie daran und was negativ? Wie werden Sie von außen gesehen? Gefällt Ihnen das? Wer sollte sie weiterempfehlen und wozu? Privat und beruflich!

Fokussieren Sie sich, werden Sie sich ihrer Stärken und Schwächen bewusst.

Netter worken – 45 Tipps für besseres Netzwerken

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